Ja, ich habe es geschafft, die Zeit der Hausarbeiten ist vorbei. Bin sehr froh, alles (sogar rechtzeitig) fertig bekommen zu haben, auch wenn ich zwischenzeitlich nicht daran geglaubt habe.
Ich merke, dass ich mich jetzt viel besser auf mein Gemeindepraktikum einlassen kann. Inzwischen bin ich schon in der dritten Praktikumswoche und gewöhne mich langsam ein. Ich lerne immer mehr Leute kennen und bekomme auch viele Einblicke in die Gruppen, merke aber auch gleichzeitig, dass es viele Themen gibt, die doch irgendwie in allen Gemeinden gleich ...ähm... kniffelig sind. Warum ist das eigentlich so?! Warum sind viele Gemeinden so hmm... sensibel, wenn es um den Bau oder Liedgut geht. Ich glaube nicht, dass Menschen immer einfach nur meckern wollen, sondern dass es sie wirklich bewegt. Aber warum?!
Am Sonnatg war ich bei einem jungen Ehepaar zum Essen eingeladen und wir haben auch über den Anbau der Gemeinde geredet. Ich wollte deutlich machen, dass ich ältere Leute verstehen kann, wenn etwas Neues gebaut wird, dann sagt man ihnen damit gleichzeitig: Das, was ihr gemacht habt, ist nicht gut genug. Natürlich, muss man da sehr feinfühlig sein, das kann ich verstehen. Aber der Einwand der auf meinen Satz kam, hat mich irgendwie ins Nachdenken gebracht. In Gundelfingen wurde mal ein großes (das heutige) Gemeindehaus gebaut, weil die Gemeinde die Vision hatte, dass sich die Mitgliederzahl verdoppeln wird. Ohne großartige Sicherheiten und mit ner extra Portion gottvertrauen haben sie damals gebaut. Dieses Haus ist es, was heute wieder aus allen Nähten platzt. Wieso können dann aber manche dieser Leute den Gemeindebau HEUTE dann nicht mittragen, sie haben es doch damals auch so gemacht?!
Wirklich komisch irgendwie.
Ach und nochwas interessantes habe ich an diesem WE erfahren: Wusstet ihr, dass die Baptistengemeinden in Deutschland fast genauso groß sind, wie die jüdischen?! Fand ich schon irgendwie beachtlich, zumal die jüdische Gemeinde ja sehr viel präsenter ist. (edit: Upps, hab's gerade mal überprüft. Ca. 23.000 Mitglieder fehlen "uns" noch, aber bei den Zahlen: Baptisten: 85.000 (wikipdia) und Juden 108.000 (zentralratdjuden.de) Aber trotzdem beachtlich!)
Soviele Fragen und Gedanken, die mir im Kopf rumwuseln. Daher freu ich mich auch sehr auf's nächste WE: kirche21 in Berlin. Das wird gut! :)
Nochmal ein bißchen was eher unwichtigeres: Habe mir ne Abstellkammer gebaut...! :) Jahaaa, meine 24 m² beherbergen jetzt auch eine 1m² große mit einem tollen Ikea-Vorhang verborgene, Abstellkammer! :) So, das war mir noch wichtig! :)
Wünsche euch einen super Tag, liebe Grüße aus der schönsten Region Deutschlands, dem Breisgau, Cori
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2 Kommentare:
Hi Corinna,
da ich ja am WE nicht in Berlin sein kann und werde, muss ich mein Gedankengut an moeglichst viele Leute weitergeben :)
Ich denke derzeit ueber die Organisation von Gemeinde nach (das scheinst du ja auch gerade zu tun). Meine Frage ist dabei:
Was kann man von juedischen, tuerkischen, evangelisch landeskirchlichen Gemeinden und Fussballvereinen (von ihrer Organisationsform) lernen - besonders der Begriff Mitarbeiter ist mir derzeit ein Fragedorn im Auge.
Seit einigen Wochen inspiriert mich die KUBIK Gemeinde (Karlsruhe) ihr Pastor wird glaube ich auch bei K21 sein.
gruss nils
Hey Cori,
hab gar nicht gewusst dass du "Tagebuch" schreibst ;). Ich halte es für eine super Idee von dir.
Vor allem finde ich es interessant zu lesen wie dein Praktikum verläuft. SO wie es scheint läuft bei dir alles bestens und es gefällt dir gut!
Wünsch dir weiterhin eine wunderbare Zeit und bis in 2 Wochen
Be blessed
Janine
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